Motivation und Ziele
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In Deutschland existieren erhebliche Mängel im Bildungszugang sozial benachteiligter Bevölkerungsgruppen. Dieser Umstand wird immer wieder durch unterschiedliche Studien bestätigt und publik gemacht. Tatsächlich haben nicht alle Jugendlichen gleiche Startchancen in das Berufsleben und nicht die gleichen Bildungschancen. Die soziale Herkunft ist für den Lernerfolg und einen guten Bildungsabschluss in Deutschland entscheidend. Der Schulabschluss wird geradezu vererbt. Das Kind eines ungelernten Arbeiters hat bei gleichem Lernstand nur einen Bruchteil der Chancen des Arztsohnes eine Empfehlung für das Gymnasium zu erhalten.

Dies ist ein geradezu erschreckender Zustand. Jedes Kind, dem ein sozialer und beruflicher Aufstieg verwehrt wird, verstärkt das beobachtete Phänomen in der nächsten Generation. Mit jedem Kind, welches in Deutschland durch das Bildungssystem fällt, wird der gesellschaftlichen Lebensader ein Stück Lebensenergie und -qualität entzogen. Für eine gesunde und zukunftsorientierte Gesellschaft ist in diesem Zusammenhang die Aufrechterhaltung der sozialen Gerechtigkeit von hoher Bedeutung.

Aus diesem Grund beabsichtigt unser Verein Kinder und Familien aus sozial schwachen Schichten und/oder mit Migrationshintergrund in Bildungsfragen zu unterstützen und zu beraten. Insbesondere die Förderung von Mädchen wird besonders beabsichtigt, da diese in den genannten Gesellschaftsgruppen oftmals mit höheren Hürden konfrontiert sind.

Die Familien aus unseren Zielgruppen haben in Bildungsfragen trotz individueller Ausprägungen einheitliche Defizite und übereinstimmenden Förderungsbedarf. So finden sich häufig folgende Problemmuster wieder:

  • Die Eltern möchte die Ausbildung und Schule des Kindes grundsätzlich unterstützen, haben selber jedoch keine oder wenige Kenntnisse über das Bildungs-, Förderungs- und Schulsystem, Sprachdefizite und/oder kommunikative Schwächen bzgl. der Schule, Lehrer und der eigenen Kinder.
  • Die Eltern schätzen die Bedeutung einer erfolgreichen Bildung und des einhergehenden Schulabschlusses oder der schulischen Leistungen falsch ein.
  • Die Lehrer und die Schule des Kindes finden nicht die richtigen Mittel die Familie des Kindes in die Schulbildung mit einzubinden.
  • Die betroffenen Familien sind nicht im Stande geimeinsame soziale Aktivitäten mit den Kindern aufzubauen und zu pflegen.

Die Ursachen für die o.g. Probleme lassen sich oft auf die Unkenntnisse des Schulssystems und der hiesigen kulturellen und gesellschaftlichen Strukturen zurückführen. Den Eltern fehlt der Zugang zur Lebenswelt der Kinder und auch umgekehrt.

Unser Verein versucht durch Nachhilfekurse die fachliche Lücke zu schliessen. Parallel wir der enge Kontakt zur Familie und den Lehrern bzw. der Schule gesucht, um als Brückenbauer zwischen Kind, Eltern und Schule agieren zu können. Der Vereinsvorstand und die im Verein tätigen Mitarbeiter haben mehrheitlich selber einen Migrationshintergrund und sind damit im Stande einen direkten Kontakt zu den Familien aufzubauen und haben aus eigener Erfahrung eine bessere Einsicht in die Probleme und Schwierigkeiten der Kinder und Eltern. Wichtig ist uns auch die Vermittlung von grundlegenden Informationen zu Bidlungsfragen und dem Schulsystem, gegebenenfalls in der Muttersprache der Eltern.

Ziel ist es den Eltern und Kindern eine konkrete und problemorientierte Hilfestellung für den weiteren Werdegang des Kindes zu geben.

Aus den Erfahrungen der letzten Jahre können wir sagen, dass uns das bisher recht gut gelungen ist. Unsere Arbeit befindet sich jedoch erst am Startpunkt. Wir hoffen, dass wir sie in den kommenden Jahren noch erfolgreicher fortsetzen und erweitern können.



Stand: 2009-03-17

Motivation und Ziele